Presse aktuell

02.10.2017

Wieder auf zentrale Themen konzentrieren

Analyse der Bundestagswahl: CSU Schwaben will wieder näher bei den Menschen sein!

"Wir müssen intern eine offene und ehrliche Analyse der Bundestagswahl durchführen, um uns als CSU in Bayern und Schwaben neu zu den Menschen auszurichten und ihr Vertrauen zurück zu gewinnen", fordert der Bezirksvorsitzende und Europaabgeordnete Markus Ferber. Mit Blick auf die Landtagswahlen im Herbst nächsten Jahres sieht die schwäbische Vorstandschaft Handlungsbedarf, um die Weichen neu zu stellen. Auch wenn das Gesamtergebnis der Bundestagswahl nicht befriedigend war, so hat der Bezirksverband Schwaben sogar das beste CSU-Ergebnis in Bayern eingefahren und auch alle Direktmandate konnten gewonnen werden.

Zweitstimmen konnten nicht gehalten werden

Lange und intensiv hatte die Vorstandschaft der CSU Schwaben kürzlich getagt. Als Tagesordnungspunkt gab es nur die Analyse der Bundestagswahl. Mehr als 25 Wortmeldungen und Diskussionsbeiträge gab es. "Es ist wichtig, dass wir uns intern die Zeit nehmen, um den Wahlkampf und das Ergebnis zu erörtern. Nur so können wir uns wieder neu ausrichten, denn hier darf man nicht einfach weiter machen wie bisher", betont der schwäbische Bezirksvorsitzende Markus Ferber. Die Gründe für den hohen Stimmenverlust sehen die Vorstandsmitglieder in verschiedenen Bereichen. Ein dominierendes Asylthema, auf das sich vorwiegend die AfD gestürzt hat. Viele Wählerinnen und Wähler konnten nicht mehr genau erkennen, wofür die CSU steht. Wichtige CSU-Themen wie Familie und Soziales, Wirtschaft, Verkehrsinfrastruktur oder Innere Sicherheit konnten nicht mehr klar vermittelt werden, so die Analyse der schwäbischen CSU. Auch die für die Union recht positiven Umfragen bis kurz vor der Wahl haben einen Beitrag geleistet. Für viele Menschen zeichnete sich ab, dass die große Koalition wohl fortgesetzt werden kann. "Wir konnten einfach unsere Wählerinnen und Wähler nicht ausreichend mobilisieren", stellt der Bezirksvorsitzende Markus Ferber fest. Aber auch etliche haben sich gegen die Bundeskanzlerin gerichtet und die Zweitstimme anderen Parteien gegeben. "Gerade die Zweitstimme ist besonders wichtig, weil sie letztendlich den Anteil der Sitze im Bundestag festlegt. So haben wir zwar alle Direktmandate gewonnen, aber dafür haben wir allein in Schwaben mit Katrin Albsteiger und Iris Eberl zwei Mandate verloren, die bei der letzten Bundestagswahl über die Liste gewonnen wurden", so Markus Ferber.

Korrekturen durchführen und Mitglieder mitnehmen

Den Menschen in Bayern geht es heutzutage besser als je zuvor. Eine geringe Arbeitslosenquote, familienunterstützende Maßnahmen wie Kindergeld oder ein Recht auf einen KiTa-Platz oder die vergleichsweise niedrige Kriminalitätsrate sind nur einige von vielen Fakten. "Und dennoch müssen wir wieder das Vertrauen der Menschen zurück gewinnen. Die CSU muss wieder die Partei werden, die sich um alles kümmert, Probleme löst und Ideen für die Herausforderungen der Zukunft hat. Wir brauchen Glaubwürdigkeit und Identität", fordert der Bezirksvorsitzende und Europaabgeordnete Markus Ferber. Einig sind sich die Vorstandsmitglieder der CSU Schwaben auch im folgenden Punkt: Man muss stärker in die Partei hinein hören und die eigenen Mitglieder besser einbinden. Der Parteibasis muss ein Kurswechsel aufgezeigt und ihnen Antworten gegeben werden. Nur so können sie wieder für die gemeinsame Sache und Politik der CSU motiviert werden.

Parteiführung personell stärken

Vorschnelle Personalkonsequenzen möchte niemand, so das einstimmige Fazit der Vorstandschaft der CSU Schwaben. Aber von einer Strategie und einem Fahrplan bei der zukünftigen personellen Ausrichtung der Parteiführung wird gesprochen. Ideen von einer Doppelspitze sind für einige Vorstandsmitglieder durchaus vorstellbar. Letztendlich muss es einen klugen Plan geben, um den Generationenwechsel in der Parteiführung miteinander und einvernehmlich einzuleiten.