Markus Ferber Mitglied des Europäischen Parlaments
Bezirksvorsitzender von Schwaben.
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Corona-Warn-Apps müssen auch auf Reisen funktionieren!

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber übt deutliche Kritik daran, dass die Corona-Warn-Apps nach wie vor nicht in anderen EU-Mitgliedstaaten kompatibel sind. „Wo bleibt das europaweite Corona-Warnsystem?“, so Ferber. „Wir sprechen seit Jahren von Digitalisierung in Europa und haben Roaming abgeschafft, aber schaffen es nicht für 27 nationale Apps eine Schnittstelle zu erstellen?“

Derzeit laufen zwar Bemühungen die Systeme kompatibel zu machen - in elf EU-Staaten sollen Nutzer von Corona-Warn-Apps noch in diesem Herbst ihre Kontakt-Daten anonym länderübergreifend abgleichen lassen und weitere Länder sollen bald folgen. Markus Ferber kritisiert: „Es ist ein Skandal, dass z.B. Belgien und die europäische Hauptstadt Brüssel aber nicht dabei sein werden.“ Und der Europaabgeordnete kennt das Problem zu gut: „Unterschiedliche nationale Corona-Warn-Apps blockieren sich gegenseitig und Länder wie Frankreich machen von vornherein gar nicht mit.“

„Die Corona-Warn-App hätte eine größere Akzeptanz, wenn es eine echte europäische App wäre. Man kann doch wirklich nicht verlangen, dass der Bürger sich verschiedene Apps downloadet!“, so Markus Ferber.

Einigung zu EU Corona-Ampel nicht mehr als Geste

Darüber hinaus haben sich die Vertreter der Mitgliedstaaten auf eine einheitliche Bewertung der Risikogebiete auf europäischer Ebene geeinigt. Die Einigung legt die Kriterien für die Ausweisung von Regionen als grüne, orangene und rote Gebiete fest, ist allerdings nicht bindend und regelt weder Maßnahmen in Bezug auf Quarantäne, noch Vorgaben zu verpflichtenden Tests. Der Europaabgeordnete zeigt sich bezüglich der Einigung der Mitgliedstaaten zur Corona-Ampel enttäuscht: "Die Übereinkunft auf eine einheitliche Definition der grünen, orangenen und roten Gebiete ist ein richtiger Schritt, aber wem nützt das, wenn wir Maßnahmen nicht vereinheitlichen?"

Hintergrund:

Bis Ende Oktober sollen die Apps von elf EU-Mitgliedern in einer „ersten Welle“ verknüpft werden. Danach sind den Angaben zufolge Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Lettland, die Niederlande, Polen und Spanien an der Reihe. Die Reihenfolge hänge von den technischen Entwicklungen der unterschiedlichen Warn-Apps und regulatorischen Fragen in den jeweiligen Ländern ab.