Markus Ferber Mitglied des Europäischen Parlaments
Bezirksvorsitzender von Schwaben.
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Geldpolitik: EZB setzt ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel

EZB vor Zinsentscheidung/ Markus Ferber fordert Rückbesinnung der EZB auf Preisstabilität

„Der Widerwillen von Frau Lagarde auf die hohe Inflation zu reagieren, wird langsam zur Glaubwürdigkeitsfrage für die EZB. Das Mandat der EZB ist klar: es ist die Aufgabe der Europäischen Zentralbank Preisstabilität sicherzustellen. Das muss sich nun endlich auch im Handeln der EZB widerspiegeln“, fordert der CSU-Europaabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Markus Ferber, angesichts der morgigen Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. „Sowohl die tatsächliche Inflation als auch die Kerninflation als auch die Inflationserwartungen liegen deutlich über dem 2%-Zielwert. Wenn die EZB ihr Mandat ernst nimmt, wird es Zeit, dass sie nun gegensteuert. Andernfalls verlieren die Menschen das Vertrauen in die gemeinsame Währung. Wenn Lagarde weiter Däumchen dreht, wird sie das Rennen gegen die Inflation verlieren“, so der Finanzexperte.

 

EZB muss auf Politik der Federal Reserve reagieren:

„Die US-Notenbank hat schon deutlich gemacht, dass sie die hohe Inflation nicht als vorübergehendes Phänomen ansieht und entsprechend gegensteuern wird. Daran sollte sich Christine Lagarde ein Beispiel nehmen“, fordert Ferber. Der CSU-Wirtschaftsexperte erklärt: „Die EZB darf die Unterschiede zur US-Geldpolitik nicht zu groß werden lassen. Andernfalls importiert man Inflation über den Wechselkurs in die Eurozone.“

 

Verdacht der monetären Staatsfinanzierung vermeiden:

„Wenn die EZB trotz des derzeitigen Inflationsdrucks immer noch nicht die Kurve bekommt, setzt sie sich immer mehr dem Verdacht aus, dass sie mit ihren Anleihekaufprogrammen eigentlich monetäre Staatsfinanzierung betreibt. Diesen Eindruck sollte die EZB tunlichst vermeiden“, warnt der CSU-Wirtschaftsexperte. „Lagardes Aufgabe ist es nicht, das Haushaltsdefizit der europäischen Südstaaten zu finanzieren.“