Markus Ferber Mitglied des Europäischen Parlaments
Bezirksvorsitzender von Schwaben.
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Quellensteuer ins 21. Jahrhundert bringen

Parlament fordert einheitliche Verfahren bei der Quellensteuer/

Markus Ferber fordert benutzerfreundlichen Ansatz

„Das Chaos bei der Quellensteuer ist ein Hemmschuh für den grenzüberschreitenden Kapitalverkehr. Darunter leiden insbesondere Kleinanleger“, so der CSU-Europaabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Markus Ferber, anlässlich der heutigen Abstimmung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments über einen Bericht, der radikale Reformen bei der Quellensteuer für Kapitalerträge fordert. Für den CSU-Finanzexperten, der auch erster stellvertretender Vorsitzende des Unterausschusses für Steuern ist, ist klar: „Wir brauchen endlich ein vollständig automatisiertes Verfahren für die Anrechnung und Erstattung im europäischen Ausland gezahlter Quellensteuer.“

 

Kleinanleger leiden am meisten:

„Jeder, der eine französische Aktie hält, weiß, welchen Aufwand es erfordert, wenn man sich die in Frankreich gezahlte Quellensteuer erstatten oder auf die deutsche Kapitalertragssteuer anrechnen lassen will. Jeder Mitgliedstaat hat dafür andere Verfahren, die oftmals langwierig, teuer und komplex sind. In einem integrierten Binnenmarkt mit freiem Kapitalverkehr ist das ein Anachronismus“, beschreibt Ferber den unbefriedigenden Status Quo. Der Finanzexperte betont: „Dass es keine europaweit einheitlichen Verfahren für die Erstattung oder Anrechnung bereits gezahlter Quellensteuer gibt, trifft vor allem Privatanleger. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für Kleinaktionäre für die Erstattung lohnt sich für sie oftmals schlichtweg nicht.“

 

Quellensteuerchaos öffnet Betrug Tür und Tor:

Der unbefriedigende Status Quo ist laut Ferber aber nicht nur ein bürokratisches Ärgernis, sondern öffnet auch Steuerbetrug Tür und Tor: „Steuerbetrug wie der Cum-Ex-Skandal sind nur deshalb möglich, weil es keinen schnellen und automatischen Abgleich bereits bezahlter Steuern und geleisteter Steuererstattungen zwischen den europäischen Steuerbehörden gibt. Dadurch gehen dem Fiskus jedes Jahr Milliarden durch die Lappen“

 

Verfahren digitalisieren, automatisieren und beschleunigen:

Für den CSU-Europaabgeordneten liegt die Lösung auf der Hand: „Die Verfahren zur Anrechnung und Erstattung von Quellensteuern müssen digitalisiert, automatisiert und beschleunigt werden. Damit wird es auch für Privatanleger attraktiver im innereuropäischen Ausland zu investieren. Das wäre ein großer Schritt hin zu einer echten Kapitalmarktunion.“