Presse aktuell

27.10.2014

Bankenstresstest

Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank sind 25 der 130 untersuchten Banken durchgefallen. Dazu erklärte der finanz- und wirtschaftspolitische Sprecher der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber:

„Das Ergebnis des Stresstests zeigt einerseits, dass das Bankensystem in Europa deutlich stabiler geworden ist. Ich warne jedoch davor, sich auf den guten Ergebnissen auszuruhen. Andererseits hat der Test auch den extrem maroden Zustand des italienischen Bankensektors offenbart. 

Der Stresstest ist wie eine Hauptuntersuchung beim Auto. Die Mängelliste, die die EZB jetzt aufgestellt hat, muss von den Banken zügig abgearbeitet werden. Es geht darum rasch ein Sanierungskonzept zu erstellen, damit die Wahrscheinlichkeit reduziert wird, dass der Steuerzahler wieder für Fehlspekulationen der Banken aufkommen muss. Den größten Fehler den die italienische Regierung nun machen könnte, wäre es unüberlegt staatliche Finanzspritzen in den angeschlagenen Bankensektor zu pumpen. 

Fakt ist, dass wir zwei große Sorgenkinder in Europa haben, den französischen Staatshaushalt und den italienischen Bankensektor.“