Presse aktuell

04.02.2016

CSU Schwaben fordert Beibehaltung von Bargeld

Bezirksvorsitzender Markus Ferber, MdEP: „Forderung nach Abschaffung des Bargelds geht an der Lebensrealität und den Menschen vorbei!“

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es wiederholt öffentliche Debatten um eine etwaige Abschaffung des Bargelds, die viele Menschen verunsichert haben. Fakt ist: die große Mehrheit der Deutschen wollen bei ihren Einkäufen auch in Zukunft nicht auf Bares verzichten.

Die CSU Schwaben stellt sich klar gegen die Abschaffung des Bargelds und betont im Rahmen einer einstimmig verabschiedeten Resolution, dass alle Bezahlmethoden in bar, mit Karte oder neue Zahlungsmethoden, wie mit dem Handy möglich und so einfach wie möglich und damit verbraucherfreundlich sein müssen. "Der mündige Bürger muss die Option behalten, ob er mit Bargeld oder bargeldlos bezahlen will. Die Abschaffung des Bargelds wäre ein tiefer Einschnitt in das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger und ginge vollkommen an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei", betont der CSU Bezirksvorsitzende, Markus Ferber.

"Gerade ältere Menschen sind vom Bezahlen mit Bargeld so geprägt, dass die Abschaffung nicht hinnehmbar wäre", so Markus Ferber weiter. Deswegen sollten wir uns nicht einer sinnlosen Debatte pro oder contra Bargeld widmen. Dass ein System ohne Bargeld kriminelle Handlungen, wie Steuerhinterziehung und Geldwäsche massiv erschweren würde, ist für Markus Ferber kein Argument gegen Münzen und Scheine. "Die Bundesrepublik und die Europäische Union müssen ihre Gesetze und Instrumente anwenden, um gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen. Aber dafür müssen wir nicht das Bargeld abschaffen."

Sparer schützen

Eine weitere Unsicherheit erkennt der CSU Bezirksvorsitzende Markus Ferber, MdEP in der Diskussion um Durchgriffsrechte der Notenbanken. Es geht dabei um die Möglichkeit, dass angelegtes Geld sogar mit negativen Einlagezinsen belegt werden könnte. "Die bedeutet konkret, dass die Anleger beim bargeldlosen Zahlungsverkehr zum einen gezwungen werden, ihr gesamtes Vermögen anzulegen und hierfür müssten sie zusätzlich noch etwas bezahlen. Diese würde tatsächlich Strafgebühren entsprechen", erklärt der Europaabgeordnete Markus Ferber, der zugleich erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Währung im Europäischen Parlament ist. Auch dies wäre seiner Ansicht nach faktisch eine Enteignung des kleinen Sparers und würde nicht dazu beitragen, das Vertrauen in Banken und Märkte zurückzugewinnen.

Hier finden Sie die einstimmig verabschiedete Resolution der CSU Schwaben (29.1.2016).