Presse aktuell

29.12.2009

EU-Mittel für Integration

MdEP Markus Ferber besucht Asylprojekt der Diakonie

Neu-Ulm/Leipheim - “Eine wichtige Hilfe zur Integration ist, Menschen den Weg zu einem eigenständigen Leben zu ermöglichen”, betont Markus Ferber im Gespräch mit den Verantwortlichen der Diakonie Neu-Ulm. Mit EU-Zuschüssen wurde in Neu-Ulm und Leipheim ein Förderprojekt durchgeführt, wobei die anerkannten Asylbewerber aus den Gemeinschaftsunterkünften bei dem Übergang in eine eigene Wohnung unterstützt wurden. 

 

Asylbewerber, die die erste große Hürde der Anerkennung geschafft haben, stehen dann bereits vor der nächsten Herausforderung. Sie müssen aus den Gemeinschaftsunterkünften ausziehen, wo vieles für sie organisiert wurde, und ein eigenständiges Leben in Deutschland führen. Besonders die Wohnungssuche erweist sich für viele Menschen aus anderen Nationen oft als Problem, unter anderem aufgrund geringer Sprachkenntnisse und der bürokratischen Anforderungen. “Viele kommen aus Kulturen, wo sie diese Selbständigkeit nicht kennen”, berichtet Dipl. Sozialpädagogin Sigrun Grüninger. Um zielgerichtet bei dem Übergang in die eigene Wohnung helfen zu können, bewarb sich das Diakonische Werk im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Neu-Ulm e.V. um Fördermittel der Europäischen Union (EU). Von den Projektkosten in Höhe von 15.000 Euro übernimmt die EU 7.000 Euro.

 

Über die Verwendung von EU-Fördermitteln informiert sich Markus Ferber gerne auch vor Ort. So geschehen bei der Diakonie Neu-Ulm, wo bis zum Jahresende 2009 das EFF-Projekt zur Unterstützung von anerkannten Asylbewerbern bei der Wohnungssuche und den ersten Schritten in ein eigenständiges Leben lief. Der Vorsitzende der CSU-Europagruppe zeigte im Gespräch sichtlich beeindruckt, was Diplom-Sozialpädagogin Sigrun Grüninger und Projektmitarbeiter Dirk Löwe innerhalb eines Jahres geschafft haben. Rund 50 Personen wurden in diesem Zeitraum aktiv begleitet, raus aus den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber in Neu-Ulm und Leipheim hinein in ein eigenverantwortliches Leben. “Gerade diese Schnittstelle ist sehr wichtig”, bekräftigt Markus Ferber: “An diesem Beispiel gelungener Integrationsarbeit wird sichtbar, was mit EU-Finanzhilfen Tolles geleistet werden kann”. Immer wieder sucht der schwäbische Europaabgeordnete die Möglichkeit, sich den Alltag bei Projekten vor Ort anzuschauen, um die Probleme aus der Region in seine Arbeit im Europäischen Parlament einfließen lassen zu können.