Presse aktuell

19.03.2013

Ferber: „Provisionen müssen transparent sein“

Versteckte Provisionen offenlegen/ Verbraucherschutz vor Eigeninteresse der Banken

Wie viel Provision bekommt ein Berater der einem Kunden Finanzprodukte vermittelt? Mit den neuen europaweiten Transparenzregeln der Finanzmarktrichtlinie MiFID II müssen dem Verbraucher künftig alle Gebühren und Provisionen beim Beratungsgespräch offengelegt werden. "Auch versteckte Provisionen müssen dem Kunden transparent gemacht werden. Nur so können Banken verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen", so Markus Ferber.

Anlässlich der aktuellen Debatte, um Banken und Sparkassen, die die Angabe von Provisionen mit Festpreisgeschäften wohlmöglich umgehen, erklärte Markus Ferber, der als Berichterstatter des Europäischen Parlaments das Dossier betreut: "Mit solchen Tricksereien verspielen Banken und Sparkassen das Vertrauen der Kunden."

Der CSU-Finanzexperte will diese Schlupflöcher schließen. "Falls mit Festpreisgeschäften bewusst die Angabe von Provisionen umgangen wird, müssen wir diese Geschäftspraktiken genau unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls auch verbieten. Für Festpreisgeschäfte müssen dieselben Spielregeln hinsichtlich der Offenlegung von Provisionen gelten wie bei Kommissionsgeschäfte." Ferber betonte, dass hier das Verbraucherinteresse vor dem Eigeninteresse der Banken steht.

Der Berichterstatter will das Thema bei den anstehenden Trilog-Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten und der Kommission zur Sprache bringen. "Ich hoffe, dass die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten bald beginnen können. Wir als Europäisches Parlament sind bereit und warten nur noch auf den Startschuss der Mitgliedsstaaten."