Presse aktuell

06.01.2010

Nur bessere Vernetzung bringt mehr Sicherheit im Luftverkehr

Weiter Zweifel am Einsatz von “Nacktscannern” / Ferber: Technik allein bringt nicht mehr Sicherheit

Anlässlich der heutigen Sitzung der EU-Kommission zu den Konsequenzen des gescheiterten Attentats auf ein US-Flugzeug nach Detroit hat der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber, vor einer vorschnellen Festlegung auf die umstrittenen “Nacktscanner” gewarnt: “Noch ist nicht sicher, dass diese Ganzkörperscanner wirklich alle Forderungen nach einem Schutz der Persönlichkeitsrechte erfüllen”.

 

Grundsätzlich sei ein Mehr an Sicherheit im Flugverkehr nicht allein eine Frage der technischen Ausrüstung, betonte Ferber. Nötig sei vor allem ein “umfassendes und vernetztes Sicherheitskonzept”. An diesem mangele es aber nach wie vor, wie der gescheiterte Anschlagsversuch zeige: “Es mangelt vor allem an der Verknüpfung der vielen bereits vorhanden Informationen, und damit an einer besseren Zusammenarbeit von Polizei und Justizbehörden in den USA und auch bei uns in Europa. Dies ist wichtiger als blind auf eine neue Technik zu setzen, die sich noch nicht bewährt hat”.

 

Aufgrund der unklaren Einsatzfähigkeit der “Nacktscanner” will das Europäische Parlament nach Angaben Ferbers die sich in seinem Besitz befindenden Geräte verkaufen. Dazu solle es im kommenden Jahr eine öffentliche Ausschreibung geben.

 

Ferber: “Technik allein bringt noch keine Sicherheit. Wir brauchen eine bessere Vernetzung der vorhandenen Informationen”.