„Die Kommission hat versprochen, den Berichtspflichten-Dschungel für Unternehmen für den Mittelstand zu lichten. Das Versprechen steht weiterhin, aber die Umsetzung hinkt," so Markus Ferber, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Wirtschafts- und Währungsausschuss anlässlich der heutigen Fragestunde im Plenum des Europäischen Parlaments zum Stand des Bürokratieabbaus.
„Kleinere Unternehmen sind keine Mini-Konzerne. Wer ihnen dieselben Nachweis-, Dokumentations- und Berichtspflichten aufbürdet wie einem DAX-Konzern, der erstickt Unternehmertum im Keim", so Ferber weiter.
Erste Fortschritte, aber kein Grund zur Selbstzufriedenheit
Zwar gibt es mit der Verabschiedung erster so genannter Omnibus-Pakete Bewegung in die richtige Richtung, aber Ferber fordert mehr: „Ein Omnibus allein macht noch keinen Sommer. Wir müssen jetzt nachlegen und gleichzeitig dafür sorgen, dass keine neue Bürokratie entsteht", so Ferber. „Wir brauchen ein systematisches Vorgehen, das den gesamten Acquis durchforstet.“
Finanzdienstleistungs-Omnibus jetzt vorlegen
Ferber erneuerte seine Forderung an die Kommission, noch in diesem Jahr einen umfassenden Finanzdienstleistungs-Omnibus vorzulegen, der Mehrfachmeldungen, überholte Anforderungen und unnötige Detailregulierung im Bankensektor, bei Versicherern und Wertpapierfirmen beseitigt. „Was wir bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung angefangen haben, muss nun auch in der Finanzmarktregulierung fortgeführt werden", fordert Ferber.