Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg der neuen EU-Pauschalreiserichtlinie final zugestimmt. Die Abgeordneten billigten damit neue Regelungen, die Verbraucherrechte als Folge massenhafter Stornierungen von Reisen in der Corona-Krise stärken. Der Europaabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der CSU-Europagruppe Markus Ferber begrüßt das Abstimmungsergebnis:
„Die Pauschalreise ist die beliebteste Reiseform der Deutschen. Millionen Menschen freuen sich auf ihren wohlverdienten Urlaub. Pauschalreisen bieten schon heute die beste Absicherung für den Fall, dass der Reiseanbieter in wirtschaftliche Schieflage gerät. Doch die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie haben Lücken im bisherigen Rechtsrahmen aufgezeigt. Auch die spektakuläre Pleite von Thomas Cook im Jahr 2019 ist vielen sicher noch in Erinnerung. Mit den heute verabschiedeten Regelungen ziehen wir die Lehren aus diesen Ereignissen. Die neuen Regelungen verbessern die Situation für Reisende vor allem auch in Krisensituationen wie Pandemien. Bei Insolvenz des Anbieters bekommen Kunden in der Regel innerhalb von sechs Monaten ihr Geld zurück. Außerdem sind Anbieter verpflichtet, Beschwerden von Reisenden innerhalb von 60 Tagen zu beantworten.
Die Neuerungen machen die Pauschalreise noch attraktiver. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass Reisende ohne Sorgen ihren Urlaub buchen können. Der Sommerurlaub darf nicht zum Albtraum werden. Dafür sorgen die weltweit führenden Verbraucherrechte in der Europäischen Union. Kunden können aber nur von der beliebten Reiseform profitieren, wenn diese auch für Anbieter vorteilhaft ist. Wichtig ist mir daher, dass die Pauschalreise weiter eine wirtschaftliche Zukunft hat und zusammen mit der kleinteiligen Anbieterstruktur im Tourismussektor die Wirtschaft in Deutschland und in den Urlaubsregionen stärkt. Dies ist mit den neuen Regelungen gelungen.“